Franky war sechzehn, als seine Eltern nach Japan zogen. Alles war fremd: Sprache, Strassen, Gesichter.
Am ersten Schultag fühlte er sich verloren, bis Rosé den Klassenraum betrat. Ihr Lächeln traf ihn wie ein Blitz. Von da an drehte sich alles nur noch um sie. Doch bevor Franky den Mut fand, ihr seine Gefühle zu gestehen, geschah es:
Ein Virus brach aus. Erst hiess es, ein paar Schüler seien krank. Dann hörte man Schreie, Türen wurden verbarrikadiert. Innerhalb von Tagen waren ganze Strassenzüge leergefegt. Menschen wurden zu Zombies.
Die Schule wurde zum Zufluchtsort. Franky suchte Rosé, fand sie in der Turnhalle zitternd, aber entschlossen zu fliehen. Von diesem Moment an waren sie unzertrennlich. Gemeinsam flohen sie durch die Nacht, immer knapp den Untoten entkommend. Angst und Adrenalin verbanden sie enger als Worte.
Irgendwann, als sie erschöpft in einer verlassenen Bibliothek Schutz fanden, beugte sich Rosé zu ihm: „Vielleicht ist das unser Ende … dann will ich wenigstens wissen, wie es ist, dich zu küssen!“ Und Franky schwor, er hätte nie etwas Schöneres erlebt.
Doch die Dunkelheit kroch weiter. Ganze Stadtteile fielen, Hoffnung zerbrach. Bis sie in den Trümmern eines Labors eine kleine Phiole fanden, eine Flüssigkeit, rot und klar wie eine Himbeere. Ein Zettel daneben: „Freiheit“. Sie tranken – und tatsächlich: Der Virus endete. Die Zombies sanken reglos zusammen.
Stille kehrte zurück. Menschen jubelten, die Stadt atmete auf. Aber für Franky und Rosé gab es kein Happy End. Einen Tag später packte seine Familie die Koffer. „Wir ziehen weiter“, sagte sein Vater knapp. Franky wollte rebellieren, doch er wusste: Er hatte keine Wahl.
Am Flughafen hielt Rosé seine Hand fest. „Versprich mir, dass du zurückkommst.“
Im Flugzeug vibrierte sein Handy. Eine Nachricht von Rosé:
„OMG, Franky. Es fängt wieder an!»
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