Die Basler Eule

Kinder und Jugendliche schreiben
einsenden bis
einsenden bis
01.12.2026
einsenden bis
einsenden bis
01.12.2026





Poet Tree Projekt
08.10.2025
Poet Tree
Publikation
Nina Gauck
30.04.2025
Schiebetür
Gedicht
Channa Kirschke
28.04.2025
Nachdenklichkeit
Gedicht
Sára Obmascikova
19.04.2025
Tik tak
Gedicht
Mio Ikezawa
14.04.2025
Die Letzten Stunden
Gedicht
Freda Wootton
09.04.2025
Einsamkeit
Gedicht
Louisa Sailer
04.04.2025
Eine liebe Erzählstimme
Gedicht
Ana-Iris Rapp
20.02.2024
Pause von Angst!
Geschichte
Channa Kirschke
20.02.2024
PausenAngst
Gedicht
Nick Walter
01.11.2023
Warum springen Wale aus dem Wasser 
Geschichte
Jaron Kohler
31.10.2023
Irgendwo dazwischen
Geschichte
Sina Aebischer
06.09.2023
Zuhause
Geschichte
Die Basler Eule
05.09.2023
Lernt den Vorstand der Basler Eule kennen!
FAQ
Sarah Altenaichinger
04.09.2023
Ausschnitt & Horizont
Gedicht
Bettina Nitschke
04.09.2023
Warum schreibe ich?
Gedicht
Sára Obmascíková
09.08.2023
Eigene Welt
Geschichte
Rebekka Salm
09.08.2023
‹Die Dinge beim Namen›, Auszug aus dem Kapitel ‹Julia›
Geschichte
Lorena Christ
09.08.2023
Kindheitsträume in Buchstaben: Der Anfang einer langen Reise
Geschichte
Jonas Balmer
09.08.2023
Wie es ist
Gedicht
Gina Walter
09.08.2023
Geschichten
Geschichte
Achoaq Cherif
09.08.2023
5 Texte über Geschichten, das Schreiben und Lesen und über die süsse Jugend
Geschichte
Lea Schneider
07.08.2023
es isch // gsii
Gedicht
Julia Rüegger
07.08.2023
Sommerlicher Neophyt
Geschichte
Benjamin von Wyl
07.08.2023
Tief in Freundschaften 
Gedicht
Nina Hurni
07.08.2023
usdrücke
Gedicht

Hier und jetzt

Ileana Huber

Publiziert am 30. Juni 2025

Hier und jetzt

 Kalt, eisig und hoch

Fühle meine Beine nicht

Weiss steigt der Atem

Die Berge sind still

Rot und dick trieft es herab

Rauschen betäubend

Wie Zuckerglasur

Läuft es an mir herunter

Tiefrot, klebrig, kalt

Klippen hoch und scharf

Viele Tote liegen hier

Fast schlafend, sinnlich

Ihre Gesichter

Was hab ich hier verloren

Lieblich, kalt, gefroren

 

Herr der Zeit

Reue, wer hat sie nicht

Verletzen, vermasseln, verpassen, vergessen

Alles konnte man verhindern

War es wirklich meine Schuld,

Deine?

Fragen über Fragen,

Reue über Reue

Zeit kann man nicht ungeschehen machen

Genauso wenig Erlebnisse

Büssen kann man aber

 

Kann man ohne Reue

Sterben

Leben

Tun

Sind sie nicht Teil des Erlebnisses

 

Every good rhyme, starts with once up on a time

Du warst neu, naiv, jung

Dies an einem Ort der Bildung

Du warst ein hübsches Mädchen

In unserem kleinen Städtchen

So unglaublich nett

Du hattest doch sicher was zum verbergen

Also war da eine kleine Wett

Du kannst das doch wegstecken

Zuerst ein kleines Rendezvous

Dann ein kleiner Kuss

Nun, zu deinem Verdruss

War dies dann tous

 

Anleitung

Erstens

Ich musste aufarbeiten

Also sagte ich

Schule! Isses

Erstens

Zweitens

Damals, wo konnte ich anfangen

Also sagte ich

Schauen wir doch mal

Zweitens

Drittens

Allein muss ich sein

Sonst wird er, sie, … es

Wie Porzellan

Drittens

Die Farben des Regenbogens

Crack, wie Porzellan

Es krachte und splitterte

Die weissen Flecken, die scharfen Kanten

Blau und rot färbte es

Kind das kannste besser

Sagte er, sie, wir

Ich ertrinke, Hilfe

Bitte, jemand höre doch auf mich

Kind das ist unmöglich

Das würde er nie tun

Der Verband leuchtete, wie heilig

Und sie riefen michHeul doch nicht

Heul doch nicht

Du lebst ja noch

Warum weine ich

Das ist ja, was ich wollte

 

Heul doch nicht

Du lebst ja noch

Warum suche ich

Nach einer Ausrede

Heul doch nicht

Du lebst ja noch

Aus meinen Gedanken mit Dir

Weg von Mir

 

Flüstern

Wieso, Weshalb, Warum

Wer sowas fragt, ist dumm

Woher ich das weiss

Von der Hand wische ich den Schweiss

Ha, hast dus schon gehört

Sagte ich was, völlig empört

Mein Gott, hiess es, ich bin verstört

Un du? Du warst am Boden zerstört

Nass waren unsere Fratzen

Meins von Tränen, deins von Wasser

Geächzt hast du unter den Schwatzen

Es sagt ja keiner, es geht nicht krasser

 

Mutterseelenallein

Mama, Mama

Wo bist du

Komm doch zurück

Ich vermisse dich

Papa meinte

Du hast uns verlassen

Bist an einem anderen Ort

Verreist, langeher glaubte ich das

Würdest über uns wachen

Und eines Tages, an einem hellen Ort

Würden wir uns wieder treffen

Ein heller Ort, höre jedoch ächzen, stöhnen?

 

Hoch, höher, am höchsten

Und so ging es

Sehr, sehr lange

Hatte mich schon gefragt

Wann tust dus

Ich, er, sie, es

Wir, sie

Lachte, lachten

Das war doch alles ein Witz,

Oder?

Standest am Rand, an der Kante

Gestossen hatten wir dich

Nach unten ein Blick, einer nach oben

Das Knacken, Krachen, über den ganzen Schulhof

Jetzt heisst es immer

Heldin, zu viel, die Arme

Wie konnte das nur passieren

Nie mehr Angsthase

 

Ruhe

Gott, bin ich müde

Wird schwächer, das Tageslicht

Das wars wohl, jetzt, oder?

Mit schweren Augen

Aber es ist noch so viel tun

Herr der Zeit nicht bin

Akzeptanz, ein Schritt

Was getan ist, ist getan

Manchmal ist es so

Schliesse die Augen

Taub und Stumpf stürzt auf mich ein

Schwäche, Bedauern

Einsam und allein

Irgendwo im Nirgendwo

Lag im roten Schnee

 

Gespräche am Grab

~ Tote Menschen bekommen mehr Blumen als lebende

Da Reue stärker als die Dankbarkeit ist ~

Geliebte, Tochter und Freundin,

Zu früh von uns gegangen

 

Mein Atem waberte in weiss-grauen Rauchwolken in den Himmel, Was würde sie wohl sagen?

Sie hatte es immer gehasst, wenn ich geraucht habe.

Sie hatte vieles gehasst,

anfangs sogar mich.

Ob sie mich wirklich gehasst hatte,

oder da einfach Eifersucht aus ihr sprach,

war eine andere Frage.

Aber gehasst hat sie vieles:

Rauchen, Junkies, Faulenzen, Drogen, die Polizei,

Spargel, Rahmspinat, Vergesslichkeit, …

Ich seufzte, und löschte meine Zigarette, schaute gen Himmel hinauf,

man respektiert die Toten.

Was würde sie wohl sagen?

not clickable

Um die bestmögliche Browsing-Erfahrung zu bieten, nutzen wir Cookies. Die mit Hilfe von Cookies gesammelten Daten werden ausschliesslich zur Optimierung unserer Webseite genutzt. Weitere Informationen siehe Datenschutz.